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Von Zwergen und Erdmeistern

Der Eingang der Zwergenbinge ist leider nicht direkt auf dem Niveau der Strasse, sondern man muss klettern um das Eingangsplateau zu erreichen. Darum bindet uns Kalypso alle mit ihrem Seil aneinander und los gehts. Nik zeigt uns erstmal wie man nicht klettern soll, und geht dann vor. Wir müssen 3 Stunden klettern, bevor wir dann an der Binge angekommen sind.

Nach einem herzlichen Empfang, werden wir aufgrund unserer Bitte zum Anführer gebracht. Diesem zeigen wir das Schreiben von Chachechi und berichten von dem Putsch gegen die Königin. Sichtilich bestürzt über diese Nachrichten beschließt der Anführer einen Trupp in die Hauptstadt zu schicken. Wir erfahren während der Unterhaltung auch, dass es unter dem Gebirge ein System von "Schnelltunneln" gibt, durch die man schnell reisen kann und eine Menge Zeit spart. Wir vereinbaren, dass wir auf dem Rückweg von den Erdmeistern so eine beschleunigte Reise machen. Wir bleiben über die ganze Nacht in der Binge um uns auch mal gut auszuruhen und brechen dann am nächsten Tag auf.  Vom Eingang der Binge sehen wir noch wie der angekündigte Trupp Zwerge sich auf dem Weg macht. Es ist ein eindrucksvolles Bild wie die Zwergenkarren von weißen Zwergdrachen gezogen sich auf dem Weg machen. Mann erklärt uns noch wo wir denn den Eingang zu einem Schnelltunnel findet und sagt dass man auf uns warten würde. So machen wir uns an den Abstieg...

Kalypso bindet uns wieder alle aneinander und Nik klettert wieder vorraus, gefolgt von Sinistra, Yannis, Damon und Kalypso. Ich selber bilde den Abschluss. Anfänglich kommen wir gut vorran, aber das scheint die Konzentration zu mindern, denn plötzlich verlieren Sinistra und Kalypso den halt. Dies löst dann eine Kettenreaktion aus, wodurch wir alle runterrutschen und erst gut 5 Meter tiefer wieder halt finden. Das verursacht bei allen entsprechende Wunden an Händen und Armen. Zitternd hängen wir erstmal eine Minute in der Wand bevor Nik uns erstmal zu einem Absatz führt wo wir sicher stehen können. Nach einer Durchschaufpause führt er uns dann noch zu einem kleinem Plateau, wo ich dann erstmal die Schürfwunden versorge und dabei meine Kräuter gegen Wundbrand einsetze. Nik, den ich als erstes versorgt habe, erkundet während meiner Behandlung derweil den weiteren Weg. Er scheint bis auf einen kleinen Überhang recht simpel zu sein...

Da der Überhang nicht einfach zu umklettern ist, wollen wir den Weg mit Seilen absichern. Da wir keine Befestigungsmöglichkeiten finden, nutzt Kalypso Magie um diese zu befestigen... Ich bin ein wenig skeptisch ob das auch wirklich hält. Als aber Kalyspo, Sinistra und Yannis ohne Probleme nach unten gelangen versuche ich auch mein Glück. Irgendwie verheddere ich mich aber mit den vier Seilen so dass ich das Gleichgewicht verliere und abstürze. Den Aufprall bekomme ich schon gar nicht mehr richtig mit da ich sofort bewusstlos bin, aber man sagt mir dass ich mich noch mal kurz aufbäumt habe bevor ich regungslos liegen geblieben bin.

Ich weiss nicht wie lange ich bewusstlos war als ich langsam wieder zu mir komme. Jedenfalls tut mir mein ganzer Körper weh und so langsam setzen meine Sinne wieder ein. Ich höre einzelne Worte: "Weitergehen", "Bluten" und "Plündern". Die wollen mich hier sterben lassen! Ich spüre dass mir jemand Wein einflößt, aber viel zu viel. Ich soll erstickt werden! Reflexartig reiße ich meine Hand hoch und erwische den der mir den Wein gibt und zaubere unterbewusst meinen Wundenzauber. Ich höre nur noch einen Schrei und huste danach den Wein erstmal wieder aus. Es dauert noch eine Weile bis ich wieder einigermassen bei mir bin, muß aber immer noch stark Husten nach dem ich einiges an Wein in die falsche Luftröhre bekam. Ich spüre dass ich wohl unheimliches Glück gehabt haben muss da entweder nicht gebrochen ist oder ich es durch einen Reflex schon heilen konnte. Auch sonst scheine ich keine inneren Verletzungen zu haben sondern nur starke Prellungen im oberen Rücken und Nacken bereich.
Ich sehe dass Nik jammernd dasitzt und einen provisorischen Verband am Arm hat. Er bittet mich, nachdem ich mich langsam wieder aufgesetzt habe, dass ich mir die Wunde anschaue. Er will nicht sagen wie er sie sich zugezogen hat, so öffne ich den blutigen Verband und weise ihn als Jammerlappen zurecht, da sich unter dem Verband nicht die Spur einer Wunde zeigt. Wenn ich so darüber nachdenke, dann muss er es gewesen sein der mir den Wein eingeflößt hat...

Da ich auf jeden Fall noch etwas brauche um mich zu erholen, bleiben wir in der Nähe meiner Unglücksstelle auch zur kommenden Nacht. Ich werde aufgrund meines Unfalls von den Wachen ausgenommen und kann dann auch durchschlafen. Ich werde erst gegen Morgen von Damon geweckt, der mir sagt dass er während seiner Wache von einem Tier gebissen wurde, dass wie ein Kanninchen aussah und er klagt nun über Vergiftungserscheinungen. Da seit dem Biss schon über 3 Stunden vergangen waren kann ich aber nichts mehr machen, was ich durch ein Aussagen evtl. noch hätte verhindern können. Nun bleibt mir nichts anderes übrig als zu schauen ob ich das Gift überhaupt erkenne und daraus auf ein Gegengift schliessen kann, aber das gelingt mir nicht da wir doch in einer fremden Gegend sind. Da aber sich auch Yannis mit Giften auskennt schaut er sich das auch mal an und erkennt dass ein normales Gegengift hier sowieso nicht helfen wird sondern nur mit magischen Mitteln geholfen werden kann und das Damon wohl nur noch 5 Tage Zeit hätte... Wir brechen also auf um bei den Erdmeistern Hilfe zu bekommen. Und die Stadt Ixtamactans ist nur noch gut zwei bis drei Tagesreisen entfernt.

Da ich doch noch angeschlagen bin und meinen Kopf versuche ruhig zu halten, kommen wir anfangs nicht so schnell vorran und treffen erst gegen Mittag wieder auf den Hauptweg. Mir fällt auf, dass Nik betont Abstand zu mir hält... Obwohl es im Gebirge nicht besonders warm ist, fängt Damon an zu schwitzen. Das Gift macht sich langsam bemerkbar. Gegen Abend verlassen wir das Gebirge und kommen wieder in flacheres Gebiet. In der Ferne ist schon die Stadt der Erdmeister zu erkennen, aber aufgrund der Gesamtunstände werden wir wohl noch knapp 2 Tage brauchen wir dort ankommen. Mit Anbruch der Dämmerung schlagen wir ein Lager auf. Damon geht es sichtbar immer schlechter, obwohl er sich nichts anmerken lässt.
In der Nacht werde ich durch Sinistra geweckt. Sie hat in der Ferne 3 Schemen entdeckt, die sich nähern. Auch ich kann die Schemen bald erkennen und mache mich Kampfbereit wie auch Nik. Damon, der in der Dunkelheit nichts sieht macht sich daran eine Fackel zu entzünden. Die Schemen erreichen uns und greifen uns an. Damon gelingt es die Fackel anzumachen und stellt fest dass er immer noch nichts sehen kann. Diese Angreifer sind Unsichtbar, nur ihre Wärmeausstrahlung macht sie für mich sichtbar. Offentlichlich können auch Nik, Sinistra und Kalypso sie sehen. So gelingt es auch diesmal den Angriff schnell zurückzuschlagen. Wer hetzt uns diese Viecher eigentlich auf den Hals?

Der Rest der Nacht ist ruhig verlaufen und so brechen wir dann auch nach dem Frühstück wieder auf. Damon geht es immer schlechter. Den Vormittag passiert nichts, erst am frühen Nachmittag bemerke ich ein Geräusch, was von links hinter uns kommt. Ich bin mir sicher dass es diesmal keine Dunebasten sind. Wir gehen weiter, aber Ich nehme Kalypso auf die Schulter und sage ihr von wo das Geräusch kommt. Nach 5 Minuten kommt ein 3 meter großer Tiger aus dem Gebüsch. Er hat riesige Hauer und scheint auch hungrig zu sein. Er hat aber nicht nicht mit unser Gegenwehr gerechnet. Mir gelingt es dem Tiger schmerzen zu bereiten und ich bemerke, das Sinistra mit ihrer Schleuder getroffen hat. Auch die anderen müssen erfolgreich etwas gemacht haben, den der Tiger macht kehrt und verschwindet wieder im Dickicht. Gegen Abend schlagen wir wieder ein Lager auf. Kalypso, die meint noch nicht Ziel der Angriffe dieser Dunebasten gewesen zu sein, schnitzt ein paar Pfähle und baut eine primitve Speerfalle um ihr Nachtlager herum.

Ich habe diesmal, nachdem es mir langsam wieder besser geht und ich meinen Hals auch vorsichtig wieder bewegen kann, die erste Wache übernommen. Ich bemerke jede Menge Tiere die unser Lager beobachten. Das macht mich ein wenig unruhig. Da die Tiere aber nicht näher kommen unternehme ich auch nichts weiter. So wecke ich am Ende meiner Wache Nik, berichte ihm über die Tiere und lege mich hin. Kaum das ich eingeschlafen bin weckt Nik mich schon wieder auf. Er ist völlig panisch und meint dass sich etwas dem Lager nähert. Plötzlich stürmt er zu einem Geüsch und schlägt mit seinem Hammer wild darauf ein. Als er sich beruhigt holt er ein erschlagenes Kaninchen hervor. Ich schüttel nur den Kopf und lege mich wieder hin...
...um nach ein paar Stunden dann von Kalypso's Geschrei geweckt zu werden. Sie hat wilde Tiere gesehen und fühlt sich bedroht. Sinistra die ebenfalls wach geworden ist wirft einen Stein um die Tiere zu verscheuchen. Die Tiere werden dadurch auch aufgescheucht, allerdings stürmen ein paar auch auf das Lager. Nik greift sich einen der Holzscheite vom Lagerfeuer und schleudert ihn Richtung der heranstürmenden Tiere. Da ich auf Nachtsicht eingestellt war bin ich erstmal einige Zeit geblendet, aber Niks Wurf hat die Tiere nun endgültig verscheucht. Ich lege mich deshalb wieder hin und wache dann auch erst zum Morgen wieder auf.

Damon sieht nun wirklich schlecht aus, so dass wir zügig nach dem Frühstück aufbrechen. Wir kommen nur langsam vorran. Wir sind noch nicht lange unterwegs da erscheint aus dem Nichts rechts am Wegesrand ein humanoider Salamander, und links eine menschliche Gestalt aus Wasser. Der Salamander fragt wohin wir wollen, und da wir perplex sind durch deren plötzlichen Erscheinung, nennen wir auch die Stadt. Nachdem wir uns von dem Schock erholt haben erkennen wir dass es sich um Elementarwesen handeln muss, die uns nun auf dem Weg begleiten. Eine Unterhaltung mit ihnen kommt nicht zu stande da diese Wesen nun beharrlich Schweigen. Wir merken dass wir durch ihre Begleitung wieder schneller vorwärtskommen und es passiert auch den ganzen Tag nichts weiter.
Als wir uns der Stadt nähern erkennen wir, dass sie wie ein 5-strahliger Stern aufgebaut ist. Sie ist von einer Mauer aus Granit, Lehm und sonstigen Steinen umgeben.

Am frühen Nachmittag nähern wir uns dann den Stadtmauern. Eine Viertelstunde bevor wir das Stadttor erreichen spricht der Salamander-Elementar wierder zu uns und sagt dass wir nun sicher sind und beide Wesen lösen sich auf. Wir betreten die Stadt und bemerken als erstes, dass alle Menschen die hier leben, einen 5-strahligen Stern auf der Stirn haben. Alle Frauen tragen über ihren Gewändern noch goldene Brustplatten. Die Bewohner mustern uns neugierig, sind aber auch sehr zurückhaltend. Ein Kind das mit Kalypso fangen spielt erzählt uns dann wo wir den "Chef" der Stadt finden: Im Zentrum (warum sind wir da nicht selber drauf gekommen). Auf unserem Weg dorthin bemerken wir dass alle Häuser der Stadt 5-eckig sind. An jeder Ecke bemerken wir auch wie Erd- & Feuermagie gewirkt wird.

Am Zentralplatz sehen wir das imposante Gebäude der Erdmeister. Wir gehen direkt dahin und werden natürlich von einer Wache aufgehalten. Als wir dieser erklären dass uns Königin Nochipa mit einer dringenden Botschaft schikt werden wir zu den Erdmeistern geführt. Der Raum in den wir geführt werden enthält einen großen Tisch um den 6 Erdmeister stehen. Auf dem Tisch erkennen wir eine Karte. Bevor wir über den Putsch in der Hauptstadt berichten, bitten wir um Hilfe für Damon, der daraufhin auch von 2 Personen weggeführt wird. Dann beginnen wir unseren Bericht und erwähnen auch von der Begenung mit dem Dämon der die zwei Erdmeister getötet hat. Die Ringe und den Kristall welche wir ihnen abgenommen haben überreichen wir den Erdmeistern wofür wir sogar eine Belohnung erhalten. Ehrlichkeit kann sich manchmal sogar lohnen. Was nun den Putsch angeht so wollen die Erdmeister sich nun beraten und laden uns ein ihre Gäste zu sein. Wir werden auf Zimmer geführt und erhalten eine reichhaltige Mahlzeit und neue Kleidung. In den Zimmern finden wir Damon auch schlafend vor. Er sieht schon wieder besser aus.
Als die Dämmerung einbricht, gehen Yannis, Kalypso, Sinistra und ich noch mal in die Stadt. Nun wird die Stadt noch eindrucksvoller durch die ganze gewirkte Magie. Da die Bevölkerung aber immer noch sehr kontaktscheu ist, gehe ich in eine Taverne und fülle meine Weinschläuche auf und trinke auch noch ein paar Humpen. Es ist zwar kein besonderer Wein, aber man kann ihn trinken. Als es mir dann zu langweilig wird, kehre ich zurück und gehe zu Bett.

Am nächsten Morgen werden wir nach dem Frühstück wieder zu den Erdmeistern geführt. 2 von ihnen treten auf uns zu uns bitten uns sie zu begleiten und für ihren Schutz zu sorgen. Wir schlagen vor die Schnelltunnel der Zwerge zu benutzen und brechen dann zügig auf. Die Reise verläuft ereignislos. Abends setzen sich die Erdmeister hin und meditieren während wir die Nacht mit Wachen verbringen. Kalypso hatte wieder aus Furcht vor einem Angriff der Dunebasten eine primitive Speerfalle gebaut. Die Nacht bleibt aber Ruhig.
Nach einem Frühstück brechen wir auf und erreichen nach einem ereignislosen Tag am Abend den von den Zwergen beschriebenen Schnelltunnel. Wir sehen das im Tunnel zwei seltsame Gefährte aus Metall steht. Sie sehen aus wie liegende Säulen wo eine Seite leicht angespitzt ist. Die Zwerge reden stolz über ihr Schnelltunnelsystem und faseln etwas von einem Federantrieb und bitten uns dann in diese Teile einzusteigen. Wir sind einige Stunden unterwegs und können während der Reise die Höhlenwände sehen. Teilweise durchqueren wir größere Höhlen und springen über Feuersehen. Ganz wohl ist mir nicht in meiner Haut, da auch an Ruhe nicht wirklich zu denken ist. Trotzdem erreichen wir das Ziel am nächsten morgen. Hier warten schon 4 Zwerge auf uns, die uns in die Hauptstadt begleiten wollen...

Eine merkwürdige Reise

Auf der anderen Seite der Portals stehe wir vor einem unterirdischen Feuersee in den mehere Lava-Ströme münden. Ca. 6m vor uns stehe eine 2,50m große, schlanke kupferfarbene Gestalt welche in eine fliessende, bronzene Robe gewandet ist. Sie trägt eine Krone in Flammengestalt und aus ihren Augen strahlt überirdisches Licht. Sie wirkt eher männlich. Ich drehe mich um und bemerke dass das Portal verschwunden ist. Es ist recht heiß hier unten. Yannis beginnt auf die Gestalt zuzugehen die dann auch zu sprechen beginnt.

Die Gestalt stellt sich als Fürst der Flamme vor und äußert sich recht abfällig über uns. Trotzdem erzählt sie uns dass es einen Auftrag in Nahuatlan zu erledigen gebe und ein Nein nicht akzeptiert wird. Wir erfahren dass Königin Nochipa um Hilfe gerufen hat und dass wir für sie die Erdmeister aus der Stadt Ixtamactans holen sollen um einen Auftrand niederzuschlagen. Da die Hauptstadt im Moment belagert ist kann sie keine Gefolgsleute losschicken. Der Putsch selber scheint vom ersten Minister Klalcalel ausgelöst worden zu sein, der die Krieger- und Magiergilde hinter sich weiss. Sinnigerweise lautet der Titel des Ministers "die weibliche Schlange". Der Fürst der Flame sagt uns gleich dass an den ersten Minister kein herankommen sein wird.

Treu zur Königin sollen noch neben den Erdmeistern das gesamte Priestertum und die Thaumaturgen stehen, ebenso wie die Zwerge. Nur weil die Erdmeister gerade nicht in der Hauptsadt Nahuapan anwesend waren, konnte der Aufstand überhaupt erfolgreich gestaltet werden.

Der Flammenfürst macht eine Handbewegung und ein weiteres Portal erscheint. Gleichzeitig erhält Yannis ein Amulett mit dem er ein Rückkehrportal öffnen kann. Wir werden gewarnt dass wir keine großen metallenen Waffen und Rüstungsteile durch das Portal nehmen können. Zusätzlich gewährt uns der Fürst für die Zeit des Aufenthaltes in Nahuatlan einen Schutz vor Feuer, wenn wir es entsprechend ehren. Ebenso werden wir keine Sprachprobleme haben. So schreiten wir nacheinander durch das Portal...

... und erscheinen im Thronsaal der Königin Nochipa, die auf ihrem Thron sitzt. Ich bemerke weiterhin 2 Männer und einen Zwerg, die sich auch mit uns im Saal befinden. Alle Menschen haben eine kupferfarbene Haut und schwarzes Haar. Die Königin trägt einen sehr imposanten Kopfputz. Wir werden von der Königin begrüßt und sie stellt die beiden Männer an ihrer Seite vor: Nahualaches, der Hohepriester des Herrschaftsgottest und Ahuanaches, der Hohepriester des weisen Ahuatels. Beide Priester tragen auch einen Kopfputz und viel Schmuck. Der Zwerg wird als Chachechi Huxera vorgestellt, ein Abgesandter der Huxera-Binge. Er hat im Gegensatz zu den mir bekannten Zwergen kupferfarbenes Haar.

Die Königin klärt uns über die aktuelle Situation auf und macht so deutlich wie wichtig es ist, dass wir die Erdmeister wieder in die Hauptstadt bringen. Sie erklärt uns dass die Stadt abgeriegelt ist und keiner Ihrer Gefolgsleute würde die Stadt verlassen können. Darum setzt Sie ihre ganze Hoffnung in uns. Wir erfahren nebenbei auch, dass der erste Minister sogar ihr Onkel ist.

Wir werden in die Gepflogenheiten den Landes eingewiesen, so dürfen nur Adelige die Arme und Beine bedecken. Nochipa bittet uns also entsprechend zu kleiden. Da wir keine Waffen durch das Portal nehmen durften können wir uns aus ihrer Waffenkammern bedienen. Allerdings sind die Waffen in der Regel statt aus Eisen aus Obsidian.

Bevor wir aufbrechen bieten uns die Priester noch einen Segen an. Wir müssten uns nur auf einen Gott einigen. Nik überzeugt uns dass der Kriegsgott eine gute Wahl sei, so können wir nach dem Segensritual, welches 2 Stunden dauert, dann aufbrechen. Wir beschliessen uns in mehrere Gruppen aufzuteilen. Bevor wir losgehen bemerken wir eine Gestalt an einem Fenster die uns die ganze Zeit beobachtet haben muss.

Wir vereinbaren einen Treffpunkt der nicht direkt auf unser eigentliches Ziel Ixtamactans hindeutet. Yannis und Kalypso gehen als erstes los. 10 Minuten später gehe ich mit Damon als zweites los bevor später auch Nik und Sinistra folgen. Wir wollen den Weg durch die Hauptstadt, die mitten in einem See erbaut worden ist, nutzen um uns näher Kennenzulernen. Wir bemerken dass die Stadt von 5 großen Pyramiden geprägt wird. Wir erzählen uns auf dem Weg von unserer Kindheit und auch ein wenig privates, ich verschweige dabei aber meine Experimente, die ich gerne in Ruhe durchführe. Wir beschliessen noch ein wenig Vorräte aufzufüllen, so besorge ich noch ein paar Kräuter die ich auf der Reise eventuell noch brauchen kann.

Die ganze Zeit bemerken wir Wachen durch die Stadt patroullieren, so nehmen wir überwiegend Nebengassen um zu einem Ausgang zu kommen. Nach 3 Stunden kommen wir an einer der Brücken an, die aus der Stadt herausführt. Wir werden von einer Wache aufgehalten und nach dem Grund der Reise gefragt. Wir hatten uns auf eine Geschichte geeinigt, dass wir zu einem alten Lehrmeister wollen, der nördlich von Nahuapan lebt. Die erste Wache glaubt uns diese Geschichte auch, aber als nach 900m eine weitere Wache kommt, muss diese erst von Damon überzeugt werden bevor wir auch hier passieren dürfen.

Wir wandern noch weitere 2 Stunden dann nach Norden, bevor wir wieder auf Sinistra und Nik treffen. Sie haben anscheinend einen direkten Weg genommen und keine großen Probleme gehabt...  Eine Stunde nach dem vereinbarten Termin sind Yannis und Kalypso immer noch nicht eingetroffen und Damon beginn langsam unruhig zu werden, da es aber bereits Nacht wird beschliessen wir noch auf die beiden zu warten, die dann auch tief in der Nacht eintreffen. Da es stockfinster ist bleiben wir bis zum nächsten Morgen hier.

Bevor wir am nächsten Morgen dann aufbrechen um auf den eigentlichen Weg zu kommen, weise ich darauf hin, dass die Grassebene gefährliche Sumpflöcher enthält in denen man sich böse den Fuß verstauchen kann. So kommen wir den Tag nur langsam vorran und haben am Abend immer noch nicht den Hauptweg erreicht. Da wir alle aus unerfindlichen Gründen nicht so richtig zum Schlafen kommen sind wir alle am nächsten Tag ziemlich gerädert.

Gegen Mittag des nächsten Tages erreichen wir ein kleines Tal in dem deutliche Spuren zu sehen sind. Da diese aber vom Weg wegführen ignorieren wir diese Spuren sondern setzen unsere Wanderung nach Norden fort und treffen dann endlich auch auf den Hauptweg treffen. Überrascht stellen wir fest, dass der Weg gepflastert ist. Am Nachmmittag kommt uns dann noch eine Gruppe von 8 Wachen entgegen, die uns natürlich auch fragen wohin wir wollen. Da wir sie mit drei plausiblen Geschichten überzeugen können, lassen sie uns weitergehen. Als die Dämmerung einbricht beschliessen wir auch in der Nacht noch weiterzureisen. Gegen Mitternacht kommen wir an einen Fluß, hier machen wir dann zwangsweise dann doch erstmal Rast.

Eine Stunde nach Sonnenaufgang sehen wir, dass vom anderen Ufer das Floß kommt und uns zum anderen Ufer bringt. Da die Fahrt etwas dauert kommen wir mit dem Fährmeister ins Gespräch. Wir efahren dass er schon länger keine Erdmeister gesehen hat, und dabei sollen doch die letzten erst 2 Tage vor unserer Ankunft in Nahuapan gegangen sein... Am Nachmittag kommen wir wieder an einen Fluß. Da hier kein Fährmann wartet beschliessen wir durch den Fluß zu gehen. Kalypso kommt dabei in den Genuß auf Nik's Schulter getragen zu werden. Yannis geht vorran. Als er die Mitte des Flußes erreicht erhebt sich plötlzlich eine riesige weibliche Gestalt aus dem Wasser. Erstaunt stellen wir fest dass sie einen Froschartigen Kopf besitzt und die Haupt über und über mit Edelsteinen bedeckt ist. Sie packt Yannis, hebt ihn in die Höhe und begutachtet ihn. Anscheinend scheint er ihr zu mager gewesen zu sein, weil er kurz darauf von ihr wieder abgesetzt wird und davon zieht.
Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir dann das andere Ufer, wo wir erstmal die Sachen trocken und uns noch ein wenig hinlegen um in der kommenden Nacht zu wandern, was von den Temperaturen her deutlich angenehmer ist.

Als die Nacht dann angebrochen ist, machen wir uns auf dem Weg. Doch schon nach kurzer Zeit hören wir hinter uns Geräusche. Wir beschliessen uns wieder aufzuteilen. Yannis, Sinistra und Nik legen sich hinter einem Gebüsch um einen Hinterhalt zu schaffen. Währenddessen schlendern Damon, Kalypso und ich laut diskutierend und philosophierend langsam weitergehen um unsere Verfolger abzulenken. Nach 15 Minuten bleiben wir stehen und dieskutieren noch weiter als wir am Horizont von wo wir gekommen waren einen Feuerschein sehen. Wir rennen zurück, kommen aber erst wieder an als der Kampf schon vorbei ist. Wir sehen die Leichen von Dunebasten, dämonenartigen Wesen. Nik hat es übel erwischt, so dass ich mich erstmal um ihm kümmere. Ich lege ihm einen Verband der ihn wie eine Mumie aussehen lässt. Ich muss sagen, dass ich wieder mal selbst übertroffen habe. Sinistra ist davon nicht überzeugt, aber ich kann sie beruhigen. Es braucht jetzt einfach Zeit bis die Heilung einsetzt.

Aufgrund von Niks schlechtem Zustand reisen wir diese Nacht nicht weiter. Während Damons Wache kommt Kalimera, sein Rabe ganz aufregt zu ihm. Erneut kommen Dunebasten, die ohne Vorwarnung auf Damon stürzen. Es gelingt mir ein paar Treffer zu setzen, bewor ich durch einen hefitgen Schlag an den Kopf erstmal ein wenig Benommen bin. Als ich wieder klar denken kann liegen auch diese Dunebasten tot vor uns. Durch den Schlag auf den Kopf habe ich einen Geistesblitz und zaubere Heilen von Wunden auf Nik, dem es darauf hin deutlich besser geht.

Wir wandern noch 3 Stunden bevor wir wieder bei Tagesanbruch unser Lager aufschlagen. In der folgenden Nacht kommen wir nicht so schnell vorran, da Nik doch noch mitgenommen ist und der Schnonung bedarf. Wir gehen erstmal 3 Stunden bevor wir an einer Weggabelung eine Pause einlegen. Wir gehen weitere 2 Stunden, als wir vor uns ein gleissendes Licht sehen. Wir beeilen uns zügig zu der Stelle zu kommen, sehen bei unser Ankunft aber nur noch wie ein 2m großer Dämon mit grauer, ledriger Haut und Flügeln einen Erdmeister zerfetzt. Einen weitern Erdmeister sehen wir schon tot auf dem Boden liegen. Der Dämon mit seinen düsteren roten Augen will sich dann auch uns vornehmen, unterliegt aber nach einem kurzen Kampf ohne dass wir ernsthaft verletzt werden. Wir entdecken bei den Leichen der Erdmeister je einen Ring mit einer eigenartigen Gravur, sowie einen Kristall der wundersamen Verständigung. Wir kommen langsam auch wieder besser vorran und meinen dass das Gebirge, welches wir noch zu passieren haben, ca. 3km entfernt sein müsste.

Wir rasten wieder am Tag. Während Kalypsos Wache knackt es es Unterholz... Schon wieder diese Dunebasten. Langsam werden sie lästig. Wir können sie aber wieder schnell besiegen, wobei Nik einen Kratzer abbekommt und kurz danach über Schmerzen im Arm klagt. Yannis erkennt dass es sich um ein Gift handelt und ich kann ihn gerade noch mit meinem "Experimentier"-Zauber und einer Aderlassbehandlung vor schlimmeren bewahren. Für eine nähere Untersuchung und ggfs. für eine andere Verwendung schneinden wir den Dunebasten die krallen ab. Vielleicht kann ich ja noch ein wenig Gift extrahieren und daraus eine Medizin herstellen???

Da der Rest des Tages ruhig verlaufen ist und Nik sich weiter gut erholen konnte, gehen wir nach dem Einbruch der Dämmerung für gut 4 Stunden bevor wir eine kleine Pause machen. Anschliessen auf dem nächsten Stück kommen wir so langsam in das Gebirge. Der Pfad ist immer noch gepflastert und ist recht einfach zu gehen. Allerdings merken wir, dass er doch einige Umwege macht und es schmalere Pfade gibt, die eine deutliche Abkürzung sind dafür aber auf gefährlicher zu begehen. Da Niks Zustand noch nicht zulässt die Trampelpfade zu benutzten bleiben wir auf dem Hauptweg und kommen gut vorran.

Auf unserer nächsten Rast kommen wieder ein paar Dunebasten vorbei und diesmal scheinen sie es auf mich abgesehen zu haben. Aber auch diesesmal haben diese dämlichen Viecher keine Chance und sind schnell niedergemetztelt, ohne dass wir ernsthaft gefährdet wurden. Nach einer kurzen Erholungspause sammeln wir unsere Sachen zusammen und wandern weiter ins Gebirge bis wir kurz vor der Huxera Zwergenbinge sind...

Man kommt sich näher

Bei den Beratungen im Dachsbau werden verschiedene Möglichkeiten angesprochen wie man an die Zielperson herankommen kann. Die Vorschläge gehen vom Niederbrennen Ladan's Haus bis zu dessen Entführung um Fegalos herauszupressen. Kalypso offenbart, dass sie von Karlos Ladan eine Nachricht bekommen hat weil er ihre Dienste als Graveurin in Anspruch nehmen möchte. Er lädt sie und eine Begleitperson zu einem Essen in ein vornehmes Restaurant ein. Dies bringt die Entführungspläne in den Vordergrund. So trennt man sich zunächst mal, damit Sinistra die Umgebung des Restaurants erkunden kann um die Möglichkeiten für eine Entführung abzustecken.

Ich mache mich mit Nik noch mal auf dem Weg zum Hafen, da wir bereits absehen können dass wir nicht rechtzeitig wieder in Argyre sein können um unsere Pferde und meinen Wagen beim Händler wieder abzuholen. Daher beschliessen wir für 2 zusätzliche Wochen Geld an den Händler per Boten zu schicken. Als wir zurückkommen finden wir eine Nachricht von Damon, das wir doch zu ihnen in die Pension ziehen sollen, damit wir näher am Ort des Geschehens sein. Wir packen schon mal unsere Sachen und warten noch auf Sinistra bevor wir uns zu der Pension begeben.

Dort angekommen wird wieder beraten wie weiter vorgegangen wird. Sinistra berichtet was sie von dem Restaurant herausgefunden hat. Es ist wie Ladans Haus komplett mit einer Mauer umgeben und Nachts ausgeleuchtet. Hier wird sich die Entführung nicht durchführen lassen, deshalb wird geplant die Kutsche von Ladan zu entführen. Yannis hat noch Informationen über Karlos Ladan eingeholt und ein mögliches Versteck im Armenviertel erkundet. Dieses wird aber letztendlich gegen Grabkammern auf dem Friedhof ausgetauscht. Es wird ein Code vereinbart der den draussen wartenden signalisiert ob die Entführung durchgeführt wird oder nicht.

Als dann Kalypso und Damon von einer Kutsche Ladans abgeholt werden folgen wir andern kurze Zeit später zu ausgesuchten Beobachtungspunkten. Da ich mich mit Yannis bereits gut verstehe gehe ich mit ihm zu unserem Beobachtungspunkt. Sinistra und Nik gehen zu der anderen Stelle.

Ich kann mit Yannis beobachten, wie nach gut 15 Minuten ein Junge zum Restaurant geht und nach wenigen Minuten es auch wieder verlässt. Kurze Zeit später kommt Damon ebenfalls aus dem Restaurant und bittet uns alle ihm hineinzukommen, da sich die Situation geändert habe. Er berichtet, das Karlos schon erwartet hat dass Kopfgeldjäger erscheinen und hat auch mitbekommen dass wir nach Fegalos suchen. Da es sich um seinen Neffen handelt, den er natürlich nicht herausgeben wird, macht er uns ein Gegenangebot: Wenn wir für ihn einen anderen Händler der Stadt hier, der ihm in die Quere gekommen ist, um die Ecke bringen, wird er uns gut belohnen. Nach kurzer Diskussion beschliessen wir doch das Gegenangebot anzunehmen und folgen Damon ins Restaurant.

Da es sich, wie wir bereits bemerkt hatten, um ein vorhnehmes Restaurant handelt, werden wir am Eingang gebeten unsere Waffen abzugeben bevor wir anschliessend in den Saal geführt werden wo wir Karlos Ladan vorgestellt werden. Es wird ein wirklich nobles Essen serviert. Bevor der Nachtisch dann aufgetischt wird gibt unser neuer Auftraggeber weitere Informationen preis. Der Händer den wir aus dem Weg räumen sollen heißt Titus Geramon und ist ein wohlhabender Tuchhändler. Er wird in der Regel von 5 Leibwächtern bewacht, was schon einen gewissen Wohlstand zeigt. Da er es gewagt hat ihn reinzulegen soll er dafür sterben. Natürlich soll dabei aber kein Verdacht auf ihn zurückfallen. Wir erfahren auch dass beide Händler an einem parallel zum Bardenfestival stattfindenen Pferderennen teilennehmen und beide auch jeweils eine Loge in dem Tribühnenbereich besitzten. Die Loge von Titus sei dabei genau 4 links neben der von Karlos Ladan. Weitere Informationen sowie eine Anzahlung gibt es nach dem Nachtisch der nun aufgefahren wird.

Der Nachtisch ist eine Eiskreation, wobei jeder eine persönliche Kreation bekommt. So wird mir ein Eis in Form einer Weintraube serviert. Woher wissen die das? Es scheint wirklich so dass unsere Ankunft hier doch nicht so unauffällig war. Für einen eventuell notwendigen Kontakt wird ein Codewort vereinbart. Nach dem Essen kehren wir in die Pension zurück wo Damon aus der Anzahlung für die ganze Woche bezahlt. In dem besagten Umschlag den wir auch noch erhalten haben stehen dann noch Informationen zu den Pferden. So heißt das Pferd von Karlos Ladan Medusa und gilt neben 2 weiteren als Favorit auf den Sieg. Eines der anderen Favoriten ist das von Titus Geramon...

Da ich nach dem leckeren Essen und dem guten Wein müde bin gehe ich ins Bett und schlafe auch bis zum morgen durch. Beim Frühstück wird dann auch gleich diskutiert wie man den anderen Händler am schnellsten aus dem Weg räumen kann. Am sichersten scheint ein Reitunfall zu sein. Um hier die Möglichkeiten abzustecken wird beschlossen erstmal zur Rennbahn zu gehen und sich die Lage dort anzuschauen. Kalypso lässt sich noch ein Dokument mit der Schrift des Tuchhändlers von Karlos Ladan schicken um seine Schrift fälschen und somit ein belastendes Dokument herstellen zu können.

Als wir an der Rennbahn ankommen stellen wir eine Menge an Leuten fest die sich die Rennen anschauen wollen. Da wir nicht alle zusammen bleiben wollen teilen wir uns auf. Damon schlägt vor sich regelmässig zu treffen. Ich habe auch eine Idee und begebe mich in die Nähe der Logen. Dort versuche ich die Stimmen des Tuchhändlers sowie eines anderen aufzunehmen. Vor der großen Reiter und Pferdeparade gelingt mir das aber nicht. So gehe ich während der Parade zu einem Imbiss wo mich Damon auch noch abfängt und fragt ob ich bereit wäre etwas Geld auf das Pferd von Karlos Ladan zu setzen. Ich stimme zu, auch wenn der Gewinn wohl nicht hoch ausfallen wird, ist es doch eines der favorisierten Pferde. Nach der Parade gehe ich wieder zu den Logen und versuche erneut mein Glück.

Diesmal habe ich mehr Erfolg und kann die Stimme eines rivalisierenden Händlers von Titus identifizieren und mir einprägen. Bei Titus' Stimme selber werde ich wegen eines komischen Akzentes Schwierigkeiten haben, so dass ich dass wohl besser lassen sollte. Da ich für heute keine weiteren Erfolgsaussichten sehe, begebe ich mich zum Treffpunkt. Nachdem dort die anderen eingetroffen sind werden die Pläne für den Folgetag geschmiedet. Ich erkläre ihnen meine Idee wie mit der Stimme des anderen Händlers eine falsche Spur gelegt werden könnte. Ich erfahre dass es Kalypso gelungen ist das Pferd von Titus mit einem Wehsalz zu bewerfen. Ansonsten passiert diesen Tag nichts mehr.

Am nächsten Morgen auf dem Weg zur Rennbahn trifft Nik 2 Kerle mit denen er sich am Vortag eine Schlägerei geleistet hat. Mit wem hat er sich eigentlich noch nicht geprügelt?? Diese beiden sind jedenfalls Stolz wie Oskar, denn sie haben bei einer Tombola einen Besuch in der Box von Titus Pferd gewonnen, wobei die Ställe sonst hermetisch gegen Besucher abgeriegelt sind. Damon gibt uns ein Zeichen die beiden in die Box zu lassen, denn sie hat schon einen Plan und schickt ihren Raben los. Sie erklärt uns dass sie durch die Augen des Raben sehen kann und wir somit die Chance haben das Thema elegant zu lösen.

Wir gehen also zur Rennbahn in die Nähe der Ställe und lassen Damon wirken. Auf einmal gibt er Kalypso ein Zeichen und beginnt selber auch noch mit geschlossenen Augen zu Handeln. Wir hören jede Menge Lärm und Radau aus den Ställen und als es dort wieder still wird und Damon sagt dass der Auftrag erledigt ist, ziehen wir uns wieder zurück. Wir erfahren später, dass das Pferd von Titus vermutlich wegen der Besucher durchgegangen ist und Titus dabei ums Leben kam. Die beiden Typen wurden dabei schwer verletzt, aber die Untersuchungsergebnisse laufen wohl auf einen Unfall hinaus.

Als wir wieder in der Pension angekommen sind finden wir dort eine Nachricht von Karlos Ladan und eine Einladung zu einem Fest bei der Rennbahn. Natürlich gehen wir und und plaudern mit ihm dort über den tragischen Unfall. Als es mir zu langweilig wird und mich der Weinbar widme, merke ich dass ich heute wohl einen guten Tag habe und beeindrucke den Anwesenden Sommelièr mit meinen Kenntnissen das er mich zu einem Wettschmecken herausfordert. Weil ich ein gutes Gefühl habe und so auch günstig an Wein komme schlage ich ein. Es war ein harter Kampf und wir haben uns nichts geschenkt, aber am Ende hatte ich beim letzten Rotwein dann doch die Nase vorn und er musste seine Niederlage eingestehen. Auf dem Weg nach Hause bemerke ich mitmal einen Geldbeutel, den mir jemand auf dem Fest zugesteckt haben muss. Mein Wettschmecken muss wohl einige Buchmacher auf den Plan gerufen haben und durch meinen Sieg haben sie wohl ein gutes Geschäft gemacht.

In der Pension habe ich dann auch noch den Anteil an der Belohnung erhalten. Da wir nun noch Zeit haben sind wir gemeinsam am nächsten Tag noch mal zur Rennbahn gegangen, weil das Pferd von Karlos Ladan im Finale steht, was dieser dann auch gewinnt. Dadurch erhalten wir durch die Platzierte Kombi-Wette dann auch noch mal einen warmen Geldsegen. Auch für diesen Abend haben wir wieder eine Einladung zu dem Fest wo ich mich wieder mit dem Sommelièr duelliere und anschließend wieder etwas Geld in meinem Gewand finde...

Am nächsten Tag brechen wir wieder Richtung Argyre auf, wobei Damon, Yannis und Kalypso eine Stadt früher aussteigen müssen, da sie in Argyre nach dem Ausbruch aus der Wache sicher nicht gerne gesehen sind. Wir bieten ihnen an zu versuchen wenigstens einen Teil ihrer Besitztümer zu "retten". Soweit kommt es aber nicht, denn urplötzlich erhebt sich ein Vulkan aus dem Meer auf dem das Schiff strandet. Yannis geht furchtlos von Bord und kommt nach kurzer Zeit wieder und sagt dass es einen Auftrag gäbe. Damon und Kalypso gehen ohne zu zögern hinter Yannis her der in einem sich öffnenden, blauen Portal verschwindet. Sinistra zögert noch lange, aber letztendlich nimmt Nik sie auf die Schulter und geht ebenfalls von Bord. Ich habe noch schnell das notwendigste aufgenommen und gehe dann hinter ihnen her durch das Portal...

Die Reise geht weiter

Die nächsten Tage der Reise verlaufen relativ ruhig, so wie es das Wetter auch ist. Ich sehe wie Sinistra versucht Informationen über unsere Zielperson zu bekommen, aber keiner auf dem Schiff scheint sie näher zu kennen. Nik bekommt auf einmal einen Anfall und fängt an sich täglich zu rasieren und schneidet sich auch die Haare kürzer. Er will aber keinem sagen warum er das jetzt macht... Es ist jedenfalls merkwürdig, wo er doch sonst nicht so viel Wert auf sein äußeres legt. Auch er hat sich in Small-Talk geübt. Am interessantesten war noch das Gespräch über die angebliche Riesenkrake, die in dem Meer leben soll.

Damon hat sich in der Zwischenzeit auch wieder abgeregt und macht Sinistra einen Vorschlag, da beide Gruppen offenbar das gleiche Ziel haben: Wir dürfen es alleine Versuchen und können dann auch das Kopfgeld alleine behalten. Sollten wir die anderen aber zu Hilfe rufen dann wird das Geld geteilt. Sinistra schlägt zu meiner Erleichterung ein.

Ich selber bin an einem Tag mal mit Kalpyso, der Gnomin, näher ins Gespräch gekommen. Es ist ja schliesslich nicht zu übersehen, dass sie Ihre Nase verloren hat. Sie erzählt dass ein Dunkelzwerg einen ihrer Scherze etwas übel genommen hat und dann seine Stärke mit der Axt demonstriert hat. Ich musste ihr leider eingestehen, dass meine Fähigkeiten nicht gut genug sind um ihre Nase wiederherzustellen, aber ich habe ihr angeboten mich mal umzuhören. Es gibt ja viele gute und mächtige Heiler. Vielleicht habe ich so auch die Möglichkeit auch ihr Vertrauen zu gewinnen damit ich mein Wissen über Gnomische Physiognomie verbessern kann. So viele sind mir da noch nicht unter meine Messer gekommen...

Am letzten Abend der Reise sitzen alle an einem Tisch. Dabei bekomme ich mit, dass Kalypso es überhaupt nicht mag wenn jemand ihren Sprachfehler imitiert. Da ich guter Laune bin, biete ich der Runde etwas von meinem kostbaren Wein an, den ich aus der Kabine geholt habe. Beim Einschenken bediene ich dabei Kalypso Stimme, die daraufhin wutentbrannt wegrennt. Yannis läuft ihr hinterher und es muss ihm wohl gelungen sein sie wieder zu beruhigen denn beide kommen nach einiger Zeit wieder zurück.

Am Abend des 7 Tages erreichen wir dann die Hafenstadt Cuanscadan. Schon vor dem Anlegen ist zu erkennen dass die Stadt im moment sehr stark bevölkert ist. Zum einen liegt das am Markt der Seeköstlichkeiten als auch daran dass in Kürze einer der berühmtesten Bardenwettbewerbe hier in der Stadt stattfindet. Nach dem Anlegen vereinbaren Damon und Sinistra für den nächsten Tag einen Treffenpunkt: Zur 10. Stunde am folgenden Tag auf Nathirs Platz sollen sich die Gruppen treffen und ihren Fortschritt berichten. Daraufhin trennen sich erstmal unsere Wege.

Sinistra macht mit Nik und mir auch erstmal ein Treffen aus bevor wir uns um ein Zimmer kümmern. Sie will sich erstmal um ihre Kontakte kümmern sagt sie. Ich begebe mich derweil erstmal zu dem Markt und bin schon beeindrukt was hier alles angeboten wird. Da ich aber für Meeresfrüchte nicht so zu begeistern bin gehe ich dann auch erstmal zu unserem Treffpunkt, wo später dann auch die beiden anderen eintreffen. Sinistra wirkt irgendwie verwirrt, da sie keinen ihrer Kontakte reaktivieren konnte... So suchen wir erstmal ein Zimmer und werden in der Absteige "Dachsbau" auch noch fündig. Und das obwohl die Stadt so überfüllt ist. Ein Blick in die Taverne zeigt aber warum hier noch etwas frei ist: Es scheint sich um die letzte Absteige zu handeln. Egal, solange sie günstig ist und die Zimmer akzeptabel...

Am Abend, als ich noch mal nach draussen gehe, kommt auf einmal Damons Rabe angeflogen. Er hat eine Botschaft im Schnabel aus der hervorgeht in welcher Pension die 3 untergekommen sind. Ich nehme die Botschaft in Empfang und gebe dem Raben ein Zeichen dass ich verstanden habe. Er fliegt wieder davon. Ich unterrichte die anderen Beiden von der Botschaft.
Am gleichen Abend versuchen wir noch von den Tavernen-Besuchern Informationen über den Gesuchten zu finden. Dabei werden verschiedene Methonden angewendet, allesamt aber erfolglos.

Es vergehen nun mehrere Tage in denen Sinistra erfolglos versucht Informationen zu bekommen. Nik hat sich ein wenig Arbeit gesucht und ich gehe nach den täglichen Treffen mit der anderen Gruppe durch die Strassen und biete meine Heilerdienste an und verdiene mir damit ein paar Silberstücke erhalte aber auch keine Informationen. Die Treffen verlaufen jeden Tag identisch, da auch die andere Gruppe keine rechten Fortschritte macht.
Erst am 9 Tag bekommt Sinistra ein paar Informationen, denn sie fängt mich bei meinen Gängen ab und erzählt mir auf dem Weg ins Bürgerviertel, dass der gesuchte Fegalos bei Karlos Ladan untergetaucht sei. Bei diesem Karlos soll es sich um einen recht skrupellosen Händler handeln, der auch über Leichen geht und den man sich besser nicht zum Feind machen sollte. Na das kann ja heiter werden...

Nach gut 15 Minuten erreichen wir das besagte Anwesen, wobei Festung eigentlich eine bessere Beschreibung wäre. Das ganze Haus von einer 3 Meter hohen Mauer umgeben ist und es gibt nur ein massives Eisentor hat als Durchgang. Hinter der Mauer befinden sich mindestens 3 scharfe Hunde (die tagsüber aber in ihren Zwingern eingeschlossen sind wie sich später rausstellt). Vor dem Tor stehen 3 Soldaten und 2 weitere Söldner patroullieren um das Grundstück herum. Dabei gehen sie nicht gleichmässig... Sinistra bringt in Erfahrung dass nachts sind nur die Läufer als Wache vorhanden.
Das Haus selber ist 3 stöckig und hat vergitterte Fenster. Es wird schnell klar, dass wir zu Dritt da nicht weiter kommen und so wird beschlossen dass wir die anderen einweihen, was am Treffen am nächsten morgen passiert. Die anderen waren inzwischen auch fündig geworden, wenn auch nur kurz vor uns. Es findet eine gemeinsame Beratung im Dachsbau statt wo dann noch die restlichen Informationen ausgetauscht werden. Damit ein geigneter Plan geschmiedet werden kann werden auch ein paar Fertigkeiten offenbart... Die zündende Idee ist aber noch nicht dabeigewesen...

Wie es begann

Unser letzter Auftrag hatte Nik, Sinistra und mich in die Hafenstadt Kroisos geführt. Da aktuell nichts weiter in Aussicht war hat sich Nik von einem Weinhändler, dem ich ihm vermittelt habe, für eine Eskorte nach Argyra engagieren lassen. Ich habe mich auch verabschiedet, das Leben in einer Stadt ist einfach nicht so wirklich etwas für mich. Ich informierte Sinistra, dass sie mich in der Ebene von Illaeia finden kann, dass ich eventuell aber auch bis zu dem Weingut meiner Eltern reisen werde. Sinistra wollte noch ein wenig in der Stadt bleiben...

Ich bin also wieder aus Kroisos mit meinem Wagen gefahren und habe Kurs auf die besagte Ebene genommen. Vielleicht habe ich ja wieder Glück und finde ein Schlachtfeld und kann noch ein paar brauchbare Exemplare für meine Exemplare finden. Ich bewegte mich also so grob in Richtung Heimat und schon am Abend des ersten Tages habe ich doch tatsächlich abseits des Weges ein Schlachtfeld erspäht, das noch vor noch nicht allzulanger Zeit umkämpft gewesen sein musste. Da es für meine heilenden Talente keinen Bedarf mehr gab, habe ich erst nochmal einen großen Schluck Wein genommen und dann mit den Experimenten begonnen. Da hier ein paar vernünftige Exemplare lagen habe ich fast 2 Tage gebraucht um damit durchzukommen.

So war ich gerade wieder dabei mich zum Hauptweg durchzuschlagen, als Sinistra auftauchte und mir ihren neuen Auftrag schmackhaft gemacht hat. Wir sollen Fegalos, den Buchhalter eines großen Händlers aus Kroisos, tot oder lebendig zurückbringen. Eine stattliche Belohnung sei für ihn ausgesetzt und sie wisse auch schon wo er zu suchen sei: In der erainnischen Hafenstadt Cuanscadan. Da ich weiss dass Sinistras Aufträge mir eigentlich immer lebende Exemplare für meine Experimente bringen, habe ich letztendlich nicht lange gezögert und wir sind dann in Richtung Argyre aufgebrochen. Allerdings brauchen wir gut 5 Tage für die Reise. Sie erzählt dass sie auch Nik eine Nachricht hat zukommen lassen, der sich ja für seine Eskorte schon nach Argyre begeben hat.

Nach 3 Tagen erreichen wir Diptyhche und nach weiteren 4 Tagen endlich auch Argyre und finden Nick auch in einer Taverne am Hafen. Er sagt dass leider das Schiff nach Cuanscadan heute gerade abgefahren ist, in 2 Tagen aber schon das nächste fahren würde. Ich suche also für meinen Wagen und meinen alten Zottel eine Unterkunft, wo es die nächsten Wochen erstmal bleiben kann. Nik wird unterdessen von Sinistra mit den notwendigsten Informationen versorgt.

Am Mittag des nächsten Tages sitzen wir zusammen in der Taverne, da bemerkt Sinistra dass jemand mit Kunibert, der uns die Passage nach Erainn organisiert hat, spricht und dieser auf uns deutet. Auf Nachfrage erfährt Nik, dass diese Person sich auch nach dem Verschwundenen Buchhalter erkundigt hat. Sinistra versucht noch den Mann zu verfolgen, kehrt aber nach kurzer Zeit erfolglos wieder in die Taverne zurück. Am Abend in der Taverne bemerken wir dann einen anderen auffälligen, sehr gepflegten Mann, der eigentlich nicht in diese Taverne passt. Auffällig ist auch dass er viel Gepäck bei sich hat und dazu einen großen sprechenden Raben. Als der Mann dann mit der Bedienung spricht, schickt sie kurze Zeit später Kunibert zu ihm. Nik erfährt später von Kunibert, dass der Fremde auch 3 Passagen nach Erainn gebucht hat und zusätzlich auch für 2 Pferde. Einige Zeit später erscheint dann auch der erste Fremde wieder in der Taverne, ebenfalls mit Gepäck beladen und setzt sich zu dem anderen.

Sinistra zieht sich etwas zurück um die beiden Männer zu beobachten. Ich bestelle inzwischen meinen 3 Humpen Wein und Nik wird derweil langweilig und so ruft er lauthals nach ein wenig Unterhaltung und sucht so einen Gegner für eine Runde Armdrücken. Ein angetrunkener Seemann findet sich sehr schnell, hat aber gegen ihn keine Chance. Auf der Suche nach einem weiteren Gegner wird ihm nach einer halben Stunde ein Zwerg als Gegner vorgesetzt, gegen den Nik dann nach hartem Kampf unterliegt. Was er nicht wusste: es handelte sich um den örtlichen Grobschmied.
In beiden Fällen habe ich mich nach den Kämpfen dem Unterlegenen angenommen und die durch die Glasscherben verursachten Wunden versorgt. Ansonsten habe ich mich den ganzen Abend am Wein festgehalten.

Später am Abend kommt Sinistra zu uns zurück und berichtet dass sie in den 3 Fremden Kopfgeldjäger vermutet. Sie hat eine Gnomin wiederkannt die ihr schon in Kroisos vor dem Aufbruch aufgefallen war und die nun bei den beiden gutaussehenden Männern mit am Tisch sitzt. Ich meine nur dass Sie ja eigentlich genug Erfahrung haben müsste die Konkurrenten loszuwerden. Sie zieht sich daraufhin mit Nik zurück und verlässt dann die Taverne. Nach einer Weile kommt sie wieder und später ziehen wir uns dann auch auf unsere Zimmer zurück.

Als sich am nächsten morgen alle beim Frühstück treffen erscheint plötzlich die Stadtwache und bittet die beiden gutaussehenden Männer und die Gnomin mitzukommen um ein paar Ungereimtheiten zu klären. Mir war natürlich klar dass es sich nur um Sinistras Werk handeln kann um die andere Gruppe daran zu hindern ebenfalls das Schiff zu bekommen, versuche aber mir das nicht anmerken zu lassen.

Wir dagegen beenden in aller Ruhe unser Frühstück, packen unsere Habseligkeiten die wir mitnehmen wollen und begeben uns dann zum Schiff. Kurz bevor das Schiff ablegt kommen die 3, allerdings noch von der Stadtwache verfolgt, angerannt und erreichen doch noch das Schiff. Sie haben aber kein weiteres Gepäck dabei und sehen auch nicht gerade glücklich und freundlich aus. Wutschnaubend ziehen sie sich erstmal in ihre Kabine zurück bevor sie wieder rauskommen und sich am Bug hinsetzen. Um die Spannung ein wenig abzubauen, immerhin dauert die Reise rund 7 Tage, gehe daher zu den Fremden und biete ihnen etwas von meinem köstlichen Wein vom elterlichen Gut an. Ich scheine auch einen entsprechenden Erfolg zu haben. Am Abend aber werden natürlich entsprechende Vorwürfe gegen Sinistra erhoben, weil auch die Fremden, die sich als Damon, Yannis und Kalypso vorstellen, ahnen wer für die Befragung verantwortlich ist.
Im Verlauf des Abends macht sich bei Yannis und Kalypso allerdings bemerkbar dass ihnen der Seegang nicht so besonders bekommt und sie sich übergeben müssen. Zum Glück habe ich ein paar passende Kräuter dabei und kann einen kleinen Trank zubereiten der ihnen auch Abhilfe verschafft. Mir selber macht der Seegang überhaupt nichts aus, im Gegenteil er lenkt mich sogar von meinen immerwährenden Kopfschmerzen ab und ich kann meinen Wein aufsparen.

Im weiteren Verlauf des Abends wird immer weiter über die Vorwürfe diskutiert, natürlich ohne dass sich eine Seite die Blöße gibt. So gibt es keine Einigung und Damon sowie Kalypso ziehen sich dann irgendwann ebenso zurück wie Sinistra und Nik.

In der Nacht fängt Yannis mich dann ab bevor ich ebenfalls in die Kabine gehe und wir unterhalten uns sehr lange, vor allem vernünftig. Wir zeigen Verständnis für die jeweils andere Seite nachdem ein paar Hintergrundinformationen ausgetauscht wurden. So erfahre ich dass die 3 keine Kopfgeldjäger sind sondern von dem Gesuchten, der sich mit unserer Person deckt, eine wichtige Information brauchen.

Meine Vorgeschichte

Vor nun gut 27 Jahren bin ich nun also als als Sohn des Winzers Dinosys und seiner Frau Kalomira in dem kleinem Dorf Triptyhke geboren worden. Mein Heimatort liegt etwa eine halbe Tagesreise Nordöstlich von Mantenum in Zentral-Chryseia. Ich durchlebte eine normale Kindheit, trotz meiner mächtigen Nase die mir einige Hänseleien der anderen Kinder einbrachte. Eine Zeitlang war ich in der Lage diese Neckereien zu ertragen, dann und wann aber explodierte ich und es gab eine zünftige Keilerei unter Kindern, die am nächsten Tag dann auch wieder vergessen war.

Im Heranwachsen bemerkte ich dann an mir das Talent, anderen Leuten zu helfen. Es war bei einer Weinlese, als einer der Erntehelfer verunglückte und ich seine Schmerzen durch bloßes Handauflegen lindern konnte. Fortan erlernte ich nicht nur den Beruf meines Vaters, sondern gab mich auch intensiv dem neuen Talent hin. Dieses hatte ich sogar soweit getrieben, das ich die Tiere der Nachbarschaft zuerst mit einem Kräutersaft beruhigte bzw. betäubte, ihnen dann eine Verletzung zufügte um diese dann anschließend zu heilen.
Allerdings sind diese Experimente irgendwann dann doch aufgeflogen und mein Vater hat mich bis nach den nächsten Chryseischen Spielen, die erst in 3 Jahren waren, vom heimatlichen Gut verbannt.

Bereits in den ersten Tagen der Verbannung habe ich aber schon Anschluss bei einem Wanderheiler gefunden welcher meine Talente in den nächsten 3 Jahren gefördert und weitergebildet hat. In dieser Zeit bin ich dann zusammen mit ihm viel herumgekommen. Wir haben fast ganz Chryseia bereist, sind aber auch in den Grenzbereich von Alba und Erainn gekommen, wodurch ich mir diese Sprachen zum Teil aneignen konnte. In Erainn habe ich sogar eines Tages bei einer am Wegesrand liegenden Leiche einen besonders seltsam geformten Dolch gefunden. Dieser lag mir wie noch keiner zuvor in der Hand, so dass ich ihn unversehens eingesteckt habe.

Nachdem die 3 Jahre um waren bin ich zu meinem Elternhaus zurückgekehrt und wurde dort wieder freudig in Empfang genommen. Meine Eltern waren angetan von den Fertigkeiten die ich in der Zwischenzeit erlernt hatte. Die Experimente, welche ich in der Zwischenzeit ebenfalls unternommen hatte, blieben aber natürlich unerwähnt. Mein Vater zeigte mir voller Stolz das inzwischen noch größere Weingut, wovon er seine Familie gut ernähren konnte. So lebte ich die nächsten Jahre wieder auf dem Gut und nahm eifrig an den Festen zu Ehren Jakchos’ teil. Da durch die Verbannung aber auch ein gewisses Fernweh in mir ausgelöst wurde, ging ich doch ab und an für ein paar Wochen oder Monate auf Reisen wenn ich es zu Hause nicht mehr aushalten konnte…

Auf einer der folgenden Reisen entdeckte ich dann etwas Abseits vom Weg wiedermal eine Leiche. Auch mit dieser habe ich dann ein paar Experimente unternommen. Nachdem ich damit fertig war habe ich sie auch noch durchsucht, materieller Besitz gibt mir nicht so viel deswegen vergesse ich dieses auch schon mal ab und an. Und tatsächlich habe ich dann bei dier Leiche eine Schriftrolle gefunden. Da mich meine Neugier nicht in Ruhe gelassen hat, habe ich sie auch sogleich gelesen. Zuerst konnte ich mit den Zeichen die ich sah nicht viel anfangen, aber plötzlich war mir, als ob die Zeichen sich in meinem Kopf zusammensetzten. Mir wurde schwarz vor Augen...

Als ich wieder zu mir kam (ich weiss nicht wie lange ich ohne Bewusstsein war) hatte ich zunächst sehr starke Kopfschmerzen. Diese waren so stark und meine eigenen Fähigkeiten konnten mir komischerweise auch nicht helfen. Als ich ob der Schmerzen schon kurz davor war den Verstand zu verlieren, griff ich zu meinem Weinschlauch und habe mir erstmal die letzen 2 Liter einverleibt. Es gelang mir so die Schmerzen für eine gewisse Weile zu unterdrücken. Ich merkte aber dann auch dass ich stetig einen gewisse Menge an Wein trinken muss, sonst kommen die Kopfschmerzen zurück und ich laufe Gefahr in den Wahnsinn abzudriften. Andere alkoholische Getränke helfen nicht so wie Wein, dass muss wohl mit meiner Affinität zu diesem Getränk und zu Jakchos' liegen.

Mit der Zeit habe ich dann aber auch gelernt, was es mit der Spruchrolle auf sich hatte und konnte somit nun meine „operativen“ Experimente etwas eingrenzen, indem ich nun bei lebenden Wesen auch meine neue Fertigkeit einsetzen konnte.

Ein paar Reisen später (ca. vor 2 Jahren) habe ich mir in einer Taverne ein Wetttrinken mit einem Söldner geleistet. Ich war drauf und dran dieses zu verlieren da der Kerl richtig gut was vertragen konnte. Ich weiss nicht was passierte, aber plötzlich kam es zu einer wilden Schlägerei in der ich mich mit meinem Trinkpartner gegen den Rest zur Wehr setzen musste. Dieses gelang auch eine Zeit recht ordentlich. Bevor allerdings die Wachen eingetroffen sind, wurden wir von einer ziemlichen unscheinbaren Frau aus dem Schankraum bugsiert, die mir dann an einem sicheren Ort eröffnete dass sie mich für einen Auftrag engagieren würde und es nicht zu meinem Nachteil sei. Außerdem erwähnte sie dass sie evtl. auch noch weitere Aufträge besorgen könnte, wo ich dann auch meinem Hobby nachgehen könnte… Sie, die sich mir als Sinistra vorgestellt hat, muss mich also schon einige Zeit beobachtet haben, aber letztendlich war dieses Angebot doch zu verlockend, denn wenn ich meine Experimente quasi unter Schutz machen kann... So habe ich mich dann diesem Paar, mein Wetttrinkpartner Nikandros genannt Nik war der Andere, angeschlossen.

Es geht zwar jeder auch mal seine eigenen Wege, so dass ich genügend Zeit habe an und an mal das elterliche Weingut zu besuchen und den örtlichen Festen zu Ehren Jakchos' beizuwohnen, aber das Angebot von Sinistra ist auf Dauer doch zu verlockend, so dass ich zu Hause angekündigt habe, dass meine Reisen doch in Zukunft länger dauern können…

Darf ich mich vorstellen?

Kali mera, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Sgouros Tsaphas. Ich bin nur eine virtuelle Person die hier über ihr Leben in der Welt Midgard berichtet.

Damit Sie von mir erstmal eine Vorstellung bekommen beschreibe ich kurz mein Aussehen: Ich bin 1,81 m groß und überrage damit die meisten der Bewohner dieser Welt um fast einen Kopf. Ich habe eine normale Figur, nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Gewicht. Wer mich sieht, dem fällt auf dass überhaupt keine Haare mein Haupt zieren, noch nicht mal Augenbrauen sind vorhanden. Auch an den Armen und Beinen ist kein Haarwuchs zu erkennen. Weiterhin sieht man sofort meine überproportional dimensionierte Nase, die zwar normal geformt ist, aber doch deutlich zu groß für das Gesicht ist. Wenn ich mich in meine Arbeite vertiefe, dann kann ich die Umgebung um mich herum komplett vergessen und ich habe dann einen wilden, um nicht zu sagen: irren Blick.

Ich bin inzwischen 27 Jahre alt und führe ständig einen Weinschlauch vom Weingut meiner Eltern bei mir. Diesen lege ich sogar beim Schlafen nur so ab dass ich ihn sofort greifen kann.

Ich trage eine mit typisch chryseischen Ornamenten verzierte Lederkleidung. Das Lederhemd ist dabei etwas zu lang, dass man es schon fast mit einer Robe vergleichen kann. Dieses Hemd wird von einem Ledergürtel geschnürt, so dass es so aussieht als ob ich eine landestypische Tracht tragen würde.

Und nun begleiten Sie mich auf meinen Abenteuern, die ich zusammen mit meinen Freunden, oder solchen die es noch werden wollen, erlebe.